Vom FC St. German zum FC Rhone

Genau 10 Jahre vor der offiziellen Gründung des FC St. German wurde im kleinen rarner Weiler der erste Club gegründet. Auf Initiative von Alfred Lauber, der soeben in St. German Wohnsitz genommen hatte und in Raron eine Spenglerei eröffnete, begannen ein paar Sportbegeisterte in St. German Fussball zu spielen. In der Nähe der Rhonebrücke im Grund wurde auf einem Terrain der Bürgerschaft in Fronarbeit ein Spielfeld hergerichtet. Alfred Lauber, der sich vorher als Spieler von Visp und Monthey einen Namen gemacht hatte, wusste die begeisterten Spieler in die Begriffe des Fussballs einzuweihen. Die Gegner waren in diesen Jahren Stalden, Steg, Agarn, Varen und Eyholz. Meisterschaft wurde noch keine gespielt. Man trat mehrheitlich zu Turnieren an, die abwechslungsweise an den verschiedenen Orten zur Durchführung gelangten. Die Reise wurde grösstenteils zu Fuss bewältigt. Bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges wurden so trotzdem regelmässig Spiele ausgetragen. Noch während des Krieges, im Frühjahr 1943 erfolgte die Gründung des heutigen Klubs.

Der erste Vorstand setzte sich zusammen aus Meinrad lmseng (Präsident), Adolf lmboden (Aktuar), Werner Gsponer (Kassier) und Ferdinand Jeiziner  (Materialverwalter). Es wurden die ersten Statuten ausgearbeitet und um den Beitritt zum Walliser Fussballverband nachgesucht. Die Aufnahme wurde ohne weiteres bewilligt und so konnte im Herbst 1943 zur ersten offiziellen Meisterschaft gestartet werden. Mit Heinrich Amacker, Theodul Ruffiner, Werner lmboden und Adolf lmboden gesellten sich bereits zu diesem Zeitpunkt die ersten Rarner Spieler zum FC St. German. Die Meisterschaftsspiele wurden regelmässig und auf dem gleichen Terrain wie vor dem Krieg ausgetragen. Trainer war wiederum Alfred Lauber. Neben der Meisterschaft bestritt der FC St. German nach dem Krieg auch mehrere Spiele gegen die Emigranten.

Nach und nach stiessen immer mehr auswärtige Spieler zum Klub. Mehrheitlich waren dies Rarner, Max Bregy, Paul und Walter Salzgeber und Markus Werlen, dazu kamen die Briger Anton Venetz, Hans Chanton, Anton Carlen und Hans Benelli sowie die Steger Albert Steiner, Max und Jakob Zengaffinen, Olivio und Ottaviano Gnesa, später die Rarner Armand und Walter Bregy und Moritz Troger. Nachdem in Steg ebenfalls ein neuer Klub gegründet wurde, verliessen die Steger den Klub wieder.

Auch die Briger zogen mit Ausnahrne von Anton Veneta, der in Raron arbeitete, wieder zurück zum Klub ihres Wohnortes. Dass im Fussball bereits zu der Zeit mit allen Raffinessen gearbeitet wurde und dass man es wie in der neuesten Zeit auch schon mit Stollenproblemen zu tun hatte, zeigt die nachstehende Begebenheit. Im November 1945 sollte der FC St. German auf dem Sportplatz beim Hollowi-Stutz in Glis gegen den FC Brig zu einem Meisterschaftsspiel antreten. Da das Terrain hart gefroren war, holten sich die St. Germaner Spieler beim Schuhmacher Eisennägel und montierten diese in ihre Stollen. Während der Pause machten die Briger Spieler den Schiedsrichter auf den guten Stand des Gegners aufmerksam und verlangten die Kontrolle der Stollen. Die Nägel mussten natürlich entfernt werden. Aus der 3:0 Führung wurde bald ein 3:2, das aber bis zum Schluss Bestand hatte. Der Schiedsrichter beantragte dem Verband, die St. Germaner zu bestrafen und das Resultat auf 2:2 abzumindern. Der Verband beharrte aber auf dem effektiven 3:2. Die Briger ihrerseits schickten dem FC St.German eine Rechnung im Betrage von Fr. 4.– und zwar für die Reparatur des Balles.

Vor Beginn der Saison 1948/49 fand eine Versammlung im Buffet in Raron statt. Zur Diskussion stand die Verlegung des Klubs nach Raron. Einer der Gründe lag darin, dass die obligatorischen Monatsversammlungen immer in St. German stattfanden und dies für die Spieler doch irgendwie umständlich war. Man konnte sich einigen, ab sofort in Raron zu spielen, dem Klub aber nicht den Namen FC Raron sondern FC Rhone zu geben. Die St. Germaner wollten ihren Club nicht einfach ohne weiteres verschwinden lassen. So spielte man in der Saison 1948/49 erstmals im „Pasper“, wo ebenfalls auf Boden der Burgerschaft einen recht gut bespielbaren Platz hergerichtet hat. In diesem Zusammenhang behaupten böse Zungen heute noch, dass die Rarner den St. Germaner bei Nacht und Nebel die Torumrandungen gestohlen haben sollen und darauf der FC Raron entstanden sei.

Dass im Fussball bereits zu der Zeit mit allen Raffinessen gearbeitet wurde und dass man es wie in der neuesten Zeit auch schon mit Stollenproblemen zu tun hatte, zeigt die nachstehende Begebenheit. Im November 1945 sollte der FC St. German auf dem Sportplatz beim Hollowi-Stutz in Glis gegen den FC Brig zu einem Meisterschaftsspiel antreten. Da das Terrain hart gefroren war, holten sich die St. Germaner Spieler beim Schuhmacher Eisennägel und montierten diese in ihre Stollen. Während der Pause machten die Briger Spieler den Schiedsrichter auf den guten Stand des Gegners aufmerksam und verlangten die Kontrolle der Stollen. Die Nägel mussten natürlich entfernt werden. Aus der 3:0 Führung wurde bald ein 3:2, das aber bis zum Schluss Bestand hatte. Der Schiedsrichter beantragte dem Verband, die St. Germaner zu bestrafen und das Resultat auf 2:2 abzumindern. Der Verband beharrte aber auf dem effektiven 3:2. Die Briger ihrerseits schickten dem FC St.German eine Rechnung im Betrage von Fr. 4.– und zwar für die Reparatur des Balles.

Vor Beginn der Saison 1948/49 fand eine Versammlung im Buffet in Raron statt. Zur Diskussion stand die Verlegung des Klubs nach Raron. Einer der Gründe lag darin, dass die obligatorischen Monatsversammlungen immer in St. German stattfanden und dies für die Spieler doch irgendwie umständlich war. Man konnte sich einigen, ab sofort in Raron zu spielen, dem Klub aber nicht den Namen FC Raron sondern FC Rhone zu geben. Die St. Germaner wollten ihren Club nicht einfach ohne weiteres verschwinden lassen. So spielte man in der Saison 1948/49 erstmals im „Pasper“, wo ebenfalls auf Boden der Burgerschaft einen recht gut bespielbaren Platz hergerichtet hat. In diesem Zusammenhang behaupten böse Zungen heute noch, dass die Rarner den St. Germaner bei Nacht und Nebel die Torumrandungen gestohlen haben sollen und darauf der FC Raron entstanden sei.